sinnestaumel
sinnestaumel
Drei Sonaten aus Johann Sebastian Bachs Sechs Sonaten für Violine und Cembalo, BWV 1014–1019, bereiten den Boden und bilden die treibende kinetische Kraft von sinnestaumel. Bachs kunstvolle Verschlingung dreier gleichwertiger Stimmen erzeugt fortwährend in Echtzeit entstehende und sich verändernde Formen, die den Interpret:innen großes analytisches Differenzierungsvermögen sowie spielerische Kunstfertigkeit abverlangen.
Im Dialog mit der Musik setzen die Tänzerinnen ihre Körperlichkeit in ein lebendiges Wechselspiel – miteinander und mit den klanglichen Linien Bachs. Sie folgen der Bewegungsenergie der Sonaten – mal harmonisch, mal im Widerspruch – und verändern fortwährend ihre Rollen und Beziehungen untereinander wie auch zu den Musiker:innen, die wiederum das tänzerische Geschehen vorausahnen, begleiten oder bewusst konterkarieren. Kompositorische Linien entfalten sich, verweben sich, verlaufen parallel oder erzeugen kontrapunktische Spannung. Entlang der klanglichen Dichte von Bachs Musik entsteht so ein Kontinuum aus ständig wechselnden Assoziationen und Erscheinungen – etwas, das sich fortwährend neu formt: nicht narrativ, sondern lebendig, vieldeutig – zugleich irritierend und faszinierend.
Körper, Raum und Musik sind die sich kunstvoll umschlingenden „Stimmen“ von sinnestaumel, die sich vor den Augen und Ohren der Zuschauer:innen in einer lustvollen Tanzperformance vereinen. Entlang des musikalischen Reichtums der Bach-Sonaten und mit der Musik als treibender Bewegungsenergie entfalten die fünf Performer:innen etwas fortlaufend im Entstehen Begriffenes – keine Erzählung, sondern ein vitales Erkennen, irritierend und faszinierend zugleich. In endloser Variation eröffnen sie – quasi im Taumel – Assoziationsräume, suggerieren Stimmungen und Charaktere und oszillieren zwischen Hoffnung, Sehnsucht, Wehmut, Lebensfreude und Träumerei. Lyrik und Dramatik, Humor und Groteske vermischen sich zur poetischen Kraft einer in Tanz und Musik ständig aufscheinenden Menschlichkeit.
Konzept, Künstlerische Leitung: laborgras
Künstlerische Mitarbeit: Barbara Weigel
Choreografie: laborgras in Kollaboration mit den Tänzer*innen Abraham Iglesias Rodriguez, Tian Gao
Tanz: Abraham Iglesias Rodriguez, Renate Graziadei, Djamila Polo
Violine: Midori Seiler
Cembalo: Christian Rieger
Dramaturgie: Arthur Stäldi
Kostüme: Claudia Janitschek
Lichtdesign: Raquel Rosildete
Lichtbetreuung: Luigi Kovacs
Künstlerische Produktion: Micaela Trigo, Urszula Heuwinkel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit: Yven Augustin / Augustin PR (Berlin), Marcelo Vilela da Silva (Bregenz/AT)
Social Media: Marcelo Vilela da Silva
Fotografie: Phil Dera
Design: Mia Sedding
Musik: Johann Sebastian Bach – Sechs Sonaten für Violine und Cembalo, BWV 1014-1019, daraus die Sonaten BWV 1014, 1017 & 1019
Vorstellungen:
Donnerstag, 18. Dezember, 20:00
Freitag, 19. Dezember, 20:00
Ort: Theater Kosmos
Schoeller Areal GmbH
Mariahilfstraße 29
A-6900 Bregenz
Tickets: 25 Euro / ermäßigt 12 Euro
Ticketlink: Theater Kosmos
Eine Produktion von laborgras.
Österreichische Erstaufführung gefördert vom Land Vorarlberg und einer privaten Förderin.
Mit freundlicher Unterstützung des Theater Kosmos. laborgras wird gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Uraufführung
11. November 2021
in Kooperation mit dem Kultur Büro Elisabeth
Medienpartner: ask helmut, taz














